Kuppeltorte

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  • 1 Tortenboden (Wienerboden), 26 cm Durchmesser
  • 1Pck. Puddingpulver, Vanillegeschmack oder Sahnegeschmack
  • 500ml Milch
  • 4EL Zucker
  • 1Pck. Butter
  • 1Tasse/n Puderzucker
  • 3Tüte/n Aroma (Orangenaroma)
  • 3 Orange(n)
  • 1Becher Schlagsahne
  • 1Tüte/n Sahnesteif
  • 3Tüte/n Tortenguss, klar
  • evtl. Zucker
Das Rezept ist bemessen für eine Schüssel von 2 l Fassungsvermögen.
Du brauchst einen Tortenboden, dessen Durchmesser mindestens dem Rand der Schüssel entspricht. Abschneiden kann man immer noch etwas. Den Wiener Boden kaufst du am besten frisch beim Bäcker und lässt ihn dir gleich 3 mal schneiden, so dass du 4 Schichten Boden hast. Jede Schicht sollte etwa 1 cm dick sein (wenn du den in einer Filiale ohne Backstube kaufst, bestelle ihn am besten vor und sage dazu, dass du ihn so geschnitten haben willst. Nicht jede Verkäuferin kann das, aber die Bäcker machen das dann schon). Wenn du selbst den Boden schneiden kannst, ist ja eh alles klar.

Als erstes kochst du einen Pudding mit 500 ml Milch und dem Zucker. Den füllst du in eine Schüssel um und bedeckst ihn mit Klarsichtfolie. Die Folie soll direkt auf dem Pudding liegen, so dass zwischen Folie und Pudding keine Luft mehr ist. So bildet sich keine störende Haut auf dem Pudding. Dann lässt du den Pudding abkühlen. Ich koche den Pudding immer schon am Vortag.
Ein Stück Butter lege ich mir auch schon frühzeitig heraus, so dass sie Zimmertemperatur annimmt. Die Butter wird mit dem Mixer schaumig geschlagen. Dann gibst du einen großen Kaffepott gesiebten Puderzucker nach und nach hinein und mixt das gut durch. Danach den Pudding löffelweise untermixen. Zum Schluss rührst du noch Orangenaroma mit ein. Zwei oder drei Tütchen, je nach Geschmack. Du kannst jetzt auch nochmal prüfen, ob es süß genug ist. Ansonsten kannst du auch noch etwas Puderzucker dazu tun.

Jetzt schälst du zwei oder drei Orangen. Die schneidest du in etwa 5 mm dicke Scheiben und legst die Schüssel damit aus. Achte darauf, dass du die schöne Seite der Scheiben nach außen legst, denn die Außenseite wird man ja später sehen. Am Rand musst du ziemlich puzzeln, das nützt aber nichts, es sollen keine freien Stellen mehr zu sehen sein. Wenn zwischen den Scheiben zu große Lücken sind, musst du die Löcher mit Orangenscheibenstückchen zupuzzeln.

Jetzt schlägst du einen Becher Schlagsahne zusammen mit dem Sahnesteif steif. Sieh nach, ob sich in der Schüssel mit den Orangen inzwischen Saft gesammelt hat. Den saugst du mit Küchentüchern vorsichtig heraus. Dann gibst du immer einen Esslöffel von der Sahne in die Schüssel und verschmierst die Fugen mit Hilfe des Löffelrückens. Schön alles breit schmieren und den Rand auch nicht vergessen. Es sollen alle Fugen ausgefüllt sein. Du wirst nicht die ganze Sahne brauchen.

Jetzt nimmst du eine Gefriertüte zur Hand. Es muss nicht immer ein Spritzbeutel sein, so kannst du dir die Reinigung schon sparen. In die Gefriertüte gibst du die ganze Buttercreme. Wenn die Tüte ziemlich groß ist, gibst du die Creme mehr in eine der beiden Tütenecken. Wenn die Creme drin ist, schneidest du eine Ecke der Tüte ab, sodass ein etwa 1 cm großes Loch entsteht.


Jetzt fängst du an, in den Schüsselboden auf die Orangen eine Spirale mit der Creme zu ziehen, von innen nach außen, bis du an den Rand stößt. Nun schneidest du dir die oberste Schicht vom Tortenboden zurecht. Schneid ihn kreisrund aus, so wie du meinst, dass er auf die erste Cremeschicht passt. Schneid lieber etwas größer aus, abschneiden kann man hinterher immer noch was. Wenn er beim ersten mal nicht reinpassen sollte und du ihn wieder rausholen mußt, um noch was abzuschneiden, mach dir keinen Plan, wenn er bricht. Dann puzzelst du ihn eben wieder in die Schüssel, wenn er die richtige Größe hat. Später wird man davon nichts mehr sehen. Wenn er auf der Creme liegt, drück ihn ruhig etwas nach unten, sodass du sicher sein kannst, dass sich die Creme darunter gleichmäßig verteilt und keine Luftlöcher bleiben.


Jetzt kommt wieder eine Spiralschicht Creme und der nächste Boden.

Und noch einmal.
Benutze für die oberste Schicht die Unterseite vom Tortenboden. Die ist am stabilsten. Darauf wird ja später die Torte auch stehen. Wenn der Tortenboden nicht ganz reingeht, dann drück ruhig ein bisschen. Nicht so zaghaft, die Torte hält das aus (aber immer mit Gefühl).
Oben auf die volle Schüssel legst du jetzt die Pappe von dem Tortenboden oder einen anderen Tortenteller, den du später nicht benutzen willst.


Jetzt drückst du die linke Hand oben drauf und mit der rechten Hand gehst du unter die Schüssel, presst das beides gut aber mit Gefühl zusammen und drehst es um, so dass die Torte jetzt richtig herum steht.


Nun hab ein wenig Geduld. Manches Exemplar kann schon mal von der langsamen Sorte sein. Nicht jede Torte entschließt sich, sich gleich aus der Schüssel zu lösen. Heb ab und an die Schüssel ganz vorsichtig etwas an um zu sehen, ob die Torte sich schon gelöst hat. Sollte es wirklich mal vorkommen, dass sie sich gar nicht lösen will (was mir noch nicht passiert ist) dann musst du die Schüssel zwischen deinen Händen etwas anheben und gut festhalten und jemand anderes muss oben mal ein bisschen kräftig draufhauen. Ich hab auch mal gehört, dass kurz einfrieren helfen soll, weil beim Auftauen dann Schwitzwasser zwischen den Orangen und der Schüsselwand entsteht und das förderlich ist. Hab ich aber noch nicht probiert. Aber wie gesagt, bei mir hat noch keine Torte Probleme gemacht. Einfach ein paar Minuten warten.

Nun stellst du die Torte auf eine Unterlage wie zum Beispiel ein flaches Backblech.

Jetzt kochst du dir zwei oder drei Tüten klaren Tortenguss mit Wasser und Zucker (je nach Rezept auf der Packung) auf und lässt ihn dann einige Minuten lang abkühlen. Pass auf, dass er keine Haut kriegt oder anfängt dick zu werden, dann ist er nämlich schon zu kalt. Aber das geht eigentlich nicht so schnell. Rühr öfter mal um, um sicherzugehen. Er darf auch nicht zu heiß über die Torte gegeben werden, weil sich sonst die Sahne in den Fugen auflöst und sich mit dem Guss vermischt. Das sieht dann nicht so toll aus. Lass ihn einfach so weit runterkühlen, bis er nur noch ein ganz wenig dampft und rühr schön um dabei. Das hört sich alles schlimmer an, als es ist.
Nun gibst du den Tortenguss mit einer kleinen Kelle von der Mitte her über die Torte. Dreh sie schön hin und her, damit du siehst, wo noch offene Stellen sind. Am Rand verteilt sich der Guss nicht so gut von selbst. Dann lässt du das Ganze einfach stehen, bis der Guss total kalt und steif ist.

Mit einem kleinen Messerchen schneidest du dann einen Ritz ganz nah am Rand der Torte in den runtergelaufenen, erkalteten Guss. Dann nimmst du vier Tortenheber unter die Torte, schön breite, wenn's geht oder vielleicht fällt dir auch etwas anderes ein. Ich nehme dazu immer meine Einstreicher zur Hilfe, oder vielleicht hast du ja auch eine Palette zur Hand. Dann die Torte auf den dazu bestimmten Tortenteller heben. Fertig. Jetzt nur noch kühl stellen.

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